Karrieremythen wie dieser grassieren verstärkt in den letzten Jahren.

In Zeiten von Smartphones, Tablets, Live-Tickern und blitzschnellen Onlinemedien wird der Informationsfluss unüberschaubar. Leicht kann daraus ein Informationszwang entstehen.

Immer auf dem neusten Stand sein…oft bleibt keine Zeit Dinge einzuordnen oder Schlussfolgerungen zu ziehen. Der Blick fürs Wesentliche kommt aufgrund der Menge und des Tempos abhanden. Doch genau den brauchst Du ja, wenn Du Erfolg im Job haben willst…

Warum erzähle ich Dir das? Weil ich gerne ohne große Umwege auf die Schattenseiten der ständigen Erreichbarkeit zu sprechen kommen will…

Ständige Erreichbarkeit kann krank machen

Nachrichten, Gespräche, Einkäufe, Organisation – alles läuft heute über Smartphones und damit liegt man auch so ein bisschen am Gängelband. Denn damit sind wir halt auch für den Arbeitgeber ständig erreichbar.

Die digitalisierte Arbeitswelt bietet den großen Vorteil, dass man sich seine Arbeitszeiten sehr flexibel einteilen kann und den – oft auch gesundheitlichen – Nachteil, dass es keinen richtigen Feierabend mehr gibt und die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit immer mehr verschwimmen.

In über der Hälfte der mittleren und großen Unternehmen können wir als Mitarbeiter an nahezu jedem Ort der Welt arbeiten. Denn 54 Prozent der Unternehmen stellen ihre Unternehmensdaten online. Das hat zur Folge, dass man als Mitarbeiter in einem dieser Unternehmen rund um die Uhr auf diese Daten zugreifen und jederzeit auch zuhause arbeiten kann.

Digitalisierung und Burnout

Emotionale Erschöpfung, das sogenannte Burnout Syndrom, steht im engen Zusammenhang mit dieser Entwicklung. Laut einer Studie der Universität St. Gallen fühlen sich 23 Prozent der Befragten emotional durch ihre Arbeit erschöpft. Das liegt zum Teil am Anpassungsdruck, den die technologische Entwicklung zu einer immer schneller getakteten Arbeitswelt ausübt.

Die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes führt bei neun Prozent der Beschäftigten zu erhöhten Erschöpfungsanzeichen. Außerdem belastet die endlose Kommunikation die Menschen. Viele Klagen über die E-Mail-Flut, die für ihre eigentliche Arbeitsaufgabe keine Bedeutung hat. Des Weiteren resultiert aus der Digitalisierung ein erhöhter Zugriff anderer Menschen auf die eigene Zeit. Diese Fremdbestimmung in höherem Maße kann zur psychischen Belastung werden.

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Familie und Beruf

Auch Konflikte zwischen Arbeit und Familie ergeben sich aus der technologischen Veränderung im Arbeitsleben, so dass wenig Zeit mehr für Familie und Freunde bleibt. Eine flexiblere Einteilung der Arbeitszeiten kann aber auch zu einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie führen. Hier ist eine klare Abgrenzung gefragt.

Um emotionaler Erschöpfung vorzubeugen, solltest Du aber auch selbst die Initiative ergreifen.

Wichtige Bausteine können dabei sein:

  • Eine klare emotionale Abgrenzung von Beruf und Freizeit schaffen
  • Erholung in den Arbeitspausen
  • Die Freizeit nur für Privates nutzen.

Die mobilen Endgeräte wie Smartphones, Smartwatches und Tablets sollten außerhalb der Arbeitszeit möglichst nicht für Geschäftliches genutzt werden. Auch regelmäßige Bewegung trägt dazu bei, die emotionale Erschöpfung zu reduzieren und die Arbeitsfähigkeit zu steigern. Wer häufiger joggt, radelt oder schwimmt, kann beispielsweise das Auftreten von Kopfschmerzen und Migräne in der digitalisierten Arbeitswelt deutlich reduzieren.

Wenn Du bereits in die „ständig erreichbar Falle“ getappt bist und nicht mehr rausfindest, laß Dir helfen. Hier reichen oft schon wenige Coachingsitzungen mit einem Karriere Coach. Komm doch mal in meinen kostenfreien Karriere Talk und wir besprechen, was Dir am besten helfen würde. Hier ist Dein Buchungslink.

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Ich fasse nochmal für Dich zusammen:

Du kannst keinen guten Job machen, wenn Du ausgelaugt bist und permanent über Deine Grenzen hinausgehst. Ja, es gibt Phasen, in denen Du vielleicht wegen eines wichtigen Projekts mal mehr erreichbar sein mußt als üblich. Aber das sollten Ausnahmen sein und nicht zur Gewohnheit werden.

Es ist Deine Verantwortung auf Dich zu achten und Deine Grenzen auch klar zu kommunizieren – auch und besonders gegenüber Deiner Führungskraft. Du hast einen Arbeitsvertrag unterschrieben an den Du Dich hälst. Du verkaufst Deine Arbeitskraft und nicht Deine Seele! Und Du hast die Verpflichtung Deine Arbeitskraft zu erhalten.

Ständige Erreichbarkeit ist kein Karriere Beschleuniger – sie ist eher ein Karriere Killer.

Mehr Tipps und die erwähnte Studie gibt es auch in meinem ANDERS Arbeiten Newsletter – ein echter „deep dive“ rund um Job- und Karrierethemen.

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Hast Du Vorschläge, welchen Mythos ich als nächstes für Dich zerlegen soll? Dann kommentiere gerne unter diesem Beitrag.

A. Thranberend

Angélique Thranberend ist Dipl. Wirtschaftsjuristin (FH) mit 15 jähriger Erfahrung als Personalmanagerin in diversen Branchen, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Entspannungs- und Hypnosetherapeutin sowie zertifizierter Coach. Sie setzt sich mit voller Kraft für die Verbesserung der Arbeitswelt ihrer Klientinnen ein. Dazu zeigt sie "ihren" Frauen in verschiedenen Programmen, wie sie ANDERS arbeiten können: Entlang ihrer Stärken, zufrieden & motiviert.

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