Ich persönlich finde die Lebenswege spannend, die Brüche haben, die Misserfolge beinhalten, in denen auch Scheitern vorkommt – vielleicht finde ich das aufgrund meiner Vergangenheit als Personalerin so spannend 😉. Aber ziemlich wahrscheinlich ist, dass es DIR genauso geht und Du eher Geschichten von Menschen hören und lesen magst, die interessant und eben so gar nicht stringent und langweilig sind.

Ich habe fantastische Menschen aus meinem Netzwerk gebeten, ihre Geschichte mit uns zu teilen. Menschen, deren Geschichten auch DIR Mut machen sollen, Deinen Weg zu gehen und auch bei vermeintlichen Rückschlägen wieder aufzustehen und weiter zu machen. Ganz so, wie im Beitragsbild – ohne Sturm und Regen, kein saftiges Grün!

Heute teilt Andrea Randt ihre Geschichte mit uns:

Funkeln statt funktionieren im orts- und zeitunabhängigem Traum-Business

Gerne komme ich Angéliques Wunsch nach und erzähle, wie ich nach vielen Höhen und Tiefen als frühere Angestellte und heute als ortsunabhängige Business Mentorin wieder funkle, statt zu funktionieren und diese Erfahrungen auch an meine Klientinnen weitergebe.

„In meinem früheren Leben“ war ich 20 Jahre in der Industrie angestellt. Ich startete mit großem Engagement als Chefassistentin. Nachdem mir als Frau mit vielen kreativen Ideen und Talenten der Assistenzjob schnell langweilig wurde, bildete ich mich als Industriefachwirtin und im strategischen Marketing weiter und übernahm nach und nach immer mehr Projekte in Marketing, PR und Organisationsmanagement.

 

Als hochsensible Scanner-Persönlichkeit war ich schon immer sehr wissbegierig und hatte das große Verlangen, als rechte Hand verschiedener Geschäftsführer das jeweilige Unternehmen proaktiv mitzugestalten, interne Prozesse zu optimieren und den Außenauftritt des Unternehmens zu verbessern. Ich steckte überall meine Nase rein und wenn ich Verbesserungspotenzial sah, um effizienter und wirtschaftlicher zu arbeiten, sprach ich das auch an und schlug neue Wege vor. Dabei machte ich positive und negative Erfahrungen, die meinen heutigen Slogan „Funkeln statt funktionieren“ stark prägen sollten:

  1. Bossing, als ich mich als Angestellte entfalten wollte

Leider war es von einigen Vorgesetzten, besonders weiblichen, nicht gewünscht, dass die eigene Assistentin mitdachte und sich weiterentwickelte. Die Damen schnupperten Konkurrenz, hatten Angst um ihren Job und versuchten mich kleinzuhalten. Bossing war an der Tagesordnung und ich verstand die Welt nicht mehr, wollte ich doch einfach nur einen guten Job machen (Hochsensible Menschen haben einen hohen ethischen Anspruch an ihre Arbeit.). Ich bekam immer öfter Aufgaben, die keinen Sinn, stattdessen manipulierende Mehrarbeit mit sich brachten. Ich sollte funktionieren, aber nicht gesehen werden. In mir bäumte sich alles auf, ich hatte eine große Wut in mir, die ich nicht rauslassen durfte. Nach einigen Monaten stellten sich erste psychosomatische Beschwerden ein: Sehnenentzündung auf beiden Händen, chronische Gürtelrose. Als ich den Job wechselte, gingen die Symptome sofort zurück. Ich fühlte mich freier, aber hatte wenig Vertrauen in den nächsten Arbeitgeber.

Zur gleichen Zeit machte ich schon meine Ausbildung als Kunsttherapeutin. Diese eigene Erfahrung motivierte mich stark, später auch anderen Menschen zu helfen, die psychosomatische Beschwerden durch ein dysfunktionales berufliches Umfeld bekamen und starke innere Antreiber in sich trugen.

  1. Nicht NEIN sagen können und mein eigener Perfektionismus

Andere Chefs liebten es, dass ich ihnen viel abnahm und den Rücken frei hielt. Zu meinem Leidwesen blieb mir aber neben dem Projektmanagement trotzdem der dienende Assistenzjob. „Frau Randt ist so top organisiert. Die macht das einfach noch mit.“ Meine inneren Antreiber und Kritiker flüsterten mir, „Das ist die Anerkennung, die du dir immer von deinen Eltern gewünscht hast. Also halt still und wupp das alles perfekt. Du schaffst das!“.  Wenn mir jemand anerkennend auf die Schulter klopfte, konnte ich zu zusätzlichen Aufgaben nicht NEIN sagen. Zuletzt hatte ich 6 Manager, denen ich zuarbeiten sollte und mehrere Projekte zu verantworten und so nahm die Burnout-Spirale ihren Lauf.

  1. Erschöpfungsdepression – die Krise als Chance

2010 war es dann so weit, was sich gefühlt seit dem Jahr 2001 schleichend aufbaute. Diagnose: Erschöpfungsdepression, aus der ich mich selbst mit Hilfe von QiGong, Wandern und intuitiven Malübungen aus der Kunsttherapie wieder herauszog. Ich habe sehr schnell erkannt, dass ich auch selbst an meiner Situation schuld war und aus Sicherheitsdenken heraus viel zu lange mit meinem Wunsch nach Selbstverwirklichung im eigenen Unternehmen gewartet hatte.

Nach 9monatiger Arbeitspause nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und sprach mit meinem Chef, dass ich auf eine 4 Tage Woche reduzieren und eine unterstützende Assistentin haben möchte. Freitags wollte ich als Kunsttherapeutin im eigenen Atelier tätig sein und Menschen unterstützen, die auch erschöpft waren und eine neue berufliche Perspektive wünschten. Und siehe da: Er stimmte sofort zu. „Frau Randt, wir haben jetzt erst in ihrer Abwesenheit gesehen, was sie hier leisten. Natürlich bekommen sie alles, was sie wollen. Wir schätzen sie sehr.“ Ich traute meinen Ohren nicht. Vorher wurde ich nur belächelt, wenn ich meine Überbelastung ansprach. Ich nahm mich in diesem Gespräch jedoch viel entschlossener und total überzeugend wahr.

Tipp: Und das ist ein Schlüsselerlebnis, das ich heute meinen Kundinnen immer wieder mit auf den Weg gebe. Wenn du etwas entschieden genug willst, bekommst du es!

Bevor Du weiterließt…ich habe mit Andrea auch in Interview geführt. Hier kannst Du es Dir ansehen (einfach auf das Bild klicken und Du wirst weitergeleitet):

  1. Der Wendepunkt: Funkeln statt funktionieren als kreativer Berufungscoach

Und jetzt machte ich wieder eine sehr wertvolle Erfahrung: wenn ich am Freitag und Samstag mit Klienten in meinem Atelier arbeitete, tankte ich Energie. Nach einem Ateliertag war ich frisch und fröhlich. Wenn ich montags bis donnerstags am Abend nach Hause kam, fühlte ich mich leer und ausgelaugt. Ich konnte in diesem Brotjob meine Energie nicht länger halten. „OK Andrea, ein Jahr maximal, dann springst du in die Selbständigkeit, denn das ist deins!“ dachte ich mir und so kam es auch.

Mein Tipp: setze dir eine Deadline, wann du deinen Brotjob aufgeben willst, wenn du es willst.

Leider verließ mich zur gleichen Zeit mein Partner, u.a. auch, weil er mit meiner schnellen positiven Veränderung nicht umgehen konnte. Jetzt musste ich erst recht in meine eigene Größe gehen und auf eigenen finanziell soliden Beinen stehen. Damals war ich sehr enttäuscht. Heute sehe ich es als zusätzlichen positiven Stuppser, um aus meiner Komfortzone zu springen.

Ab 2012 begeisterte ich mit meinem Slogan „Funkeln statt funktionieren“ als kreativer Berufungscoach viele Berufungssuchende und Umsteigerinnen auf meinen Vorträgen auf großen Messen. Mein Business nahm richtig Fahrt auf. Mein schönes Atelier im Chiemgau wurde immer voller, die Erfolgsgeschichten meiner Klienten häuften sich. Früher hatte ich als Hochsensible Angst, frei vor Gruppen zu sprechen. Aber als ich mit Begeisterung meine eigene Berufungsgeschichte erzählte, kam ich auf der Bühne richtig in Fahrt und entdeckte mein Talent als Speakerin. Menschen auf Sinnsuche zu berühren, zu inspirieren und zu ermutigen, ihren eigenen Weg zu gehen, erfüllte mich total.

  1. Business Mentoring für Coaches, Therapeuten, Heilpraktiker und Trainer

Nach kurzer Zeit wurde ich immer öfter gefragt, wie ich es schaffe, als Coach und Therapeutin ausgebucht zu sein und ob ich nicht beraten könne, wie man die richtigen Kunden anzieht und sich ein erfolgreiches Business von innen heraus aufbaut. Ich dachte mir: „Warum nicht? Aus dem Berufungfinden bin ich längst rausgewachsen. Natürlich möchten Kunden auch wissen, wie sie ihre Berufung nun auch umsetzen und erfolgreich im eigenen Business leben können. Warum biete ich nicht einfach kreative Strategiewerkstätten fürs Business an?“. Ich folgte einfach meiner Freude und erkannte auch für mich selbst, dass die Berufung zu leben, ein Prozess ist, der nie aufhört. Nun gab ich als Berufungs- und Business Mentorin all meine gemachten Erfahrungen authentisch weiter.

Mein Tipp: Folge deiner Freude und der Weg in deine Berufung ist frei.

  1. Umstieg auf Online Business aufgrund erneut drohender Erschöpfung

Was ich nicht berücksichtigt hatte, war, dass ich bei aller Begeisterung für meine Selbstverwirklichung auch Pausen einlegen und mich rechtzeitig unterstützen lassen sollte. Ich bin eine Selbstmadefrau geworden, die alles alleine wuppen wollte, nachdem ich im Angestelltendasein oft so beschnitten und eingesperrt wurde. Ich investierte viel Geld und viele Stunden in aufwendige Messen, Printwerbung und konnte oft nicht NEIN zu Hilfe suchenden Kunden sagen. Um der Geld-gegen-Zeit-Falle mit 1:1 Kunden zu entgehen, fing ich 2015 an, mein Offline-Business zu skalieren und in 2016 zwei Drittel auf Onlinebusiness umzustellen.

Als ich im Juni 2016 dringend Erholung brauchte, verliebte ich mich schon am ersten Urlaubstag in meinen kanarischen Herzensort La Palma. Noch nie in meinem Leben habe ich an einem fremden Ort solch eine Energie, eine tiefe Liebe und Vertrauen gespürt. Ich fühlte mich hier sofort zu Hause und dachte: „Wenn schon Onlinebusiness, dann von hier aus!“ Ich war tieftraurig, als ich wieder nach Deutschland zurückreisen musste. Im Chiemgau machte ich sofort Nägel mit Köpfen. Ich kündigte mein Atelier und informierte meine Freunde über meine Entscheidung, die nur mit dem Kopf schüttelten, weil sie es überstürzt fanden. Aber kein Außenstehender, der dies noch nicht erlebt hat, kann nachempfinden, wenn es dich ruft, wenn dein Herz vor Sehnsucht blutet und du jede Nacht von deinem Seelenort träumst. Ich sah mich schon mit Kunden auf Wandertouren oder am Meer spazieren gehen, um neue Ideen für ihr Business zu kreieren.

Als Beweis, dass mein Onlinecoaching funktionierte, brauchte ich nur zwei, drei effiziente und genauso wirksame Skypesessions mit Kundinnen, die bundesweit verstreut saßen. Sofort danach fing ich an, all mein intuitives und strategisches Wissen in Videotutorials für mein Traumbusiness Programm zu packen. Nebenher löste ich meine Wohnung in Deutschland auf. Es war unglaublich, welche Energie ich in diesen 5 Monaten auf einmal freisetzen konnte und wie ich neben 1:1 Coachings mit Kunden ein komplettes Mentoring Programm auf die Füße stellte, das mir auch meine Auswanderung finanzierte.

Erkenntnis: Wenn du einmal dein Big Picture klar vor Augen und im Herzen hast, kann dich nichts und niemand mehr aufhalten und die Dinge fügen sich wie von Zauberhand geführt.

  1. Kreatives Business Mentoring auf der Trauminsel La Palma

Seit Januar 2017 lebe ich nun in einem wundervollen kleinen Haus mit Meerblick, coache meine Traumbusiness-Kundinnen online und auch hier vor Ort in meinem paradiesischen Coachinggarten. Wir wandern durch wilde, üppige Landschaften hin zu spirituellen Kraftorten, um Belastendes zu transformieren und ein kraftvolles Unternehmermindset zu entwickeln. Dabei beziehe ich die vier Elemente ins Mentoring mit ein und setze sie in den Businesskontext. Diese hochschwingende Vulkanenergie, die Sterne zum Greifen nah und weite Ausblicke über den Atlantik unterstützen beim Großdenken und Manifestieren. Ich erlebe immer wieder, dass hier auf dieser Zauberinsel visualisierte Wünsche viel schneller Wirklichkeit werden.

Ich selbst fühle mich angekommen an meinem Herzensort, inzwischen auch mit meinem lieben Seelenpartner Manuel mit gleicher Lebensvision. Nachdem mein Business völlig entspannt lief und ich selbstzufrieden in meinem Häuschen saß, habe ich ihn mir im Juli 2017 manifestiert und zwei Wochen später getroffen. Er berichtete das Gleiche von sich, dass er mich „regelrecht beim Universum bestellt“ hat. Das erste Mal in meinem Leben habe ich einen Partner an meiner Seite, der mich so liebt, wie ich bin und der mich in jeder Hinsicht unterstützt.

Wie geht es weiter?

Im Januar 2018 werde ich zum dritten Mal mein Traumbusiness Mentoring Programm launchen, das ich für entschlossene, vielbegabte Coaches und Therapeutinnen mit dem Wunsch nach orts-und zeitunabhängigem Arbeiten noch einmal optimiert habe.

Was mir dabei besonders am Herzen liegt, ist das kreativ-intuitive Arbeiten am Business von innen heraus. Dabei entstehen wirklich einzigartige Coachingprogramme aus einem selbst heraus. Vielbegabte Coaches und Therapeutinnen können hier endlich ihre vielen Facetten unter einen Hut bringen und eine echte Transformation bei ihren Klienten bewirken, die sie wiederum weiterempfehlen.

Herzlichen Dank an Angelique für die Gelegenheit, hier meine Geschichte mit dir zu teilen.

 

Danke an Andrea, für diese wunderbare und Mut machende Geschichte.

Möchtest Du mehr über Andrea Randt erfahren. Dann folge diesem Link zu ihrer Homepage www.andrea-randt.de

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A. Thranberend

Angélique Thranberend ist Dipl. Wirtschaftsjuristin (FH) mit 15 jähriger Erfahrung als Personalmanagerin in diversen Branchen, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Entspannungs- und Hypnosetherapeutin sowie zertifizierter Coach. Sie setzt sich mit voller Kraft für die Verbesserung der Arbeitswelt ihrer Klientinnen ein. Dazu zeigt sie "ihren" Frauen in verschiedenen Programmen, wie sie ANDERS arbeiten können: Entlang ihrer Stärken, zufrieden & motiviert.

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