Ich persönlich finde die Lebenswege spannend, die Brüche haben, die Misserfolge beinhalten, in denen auch Scheitern vorkommt – vielleicht finde ich das aufgrund meiner Vergangenheit als Personalerin so spannend 😉. Aber ziemlich wahrscheinlich ist, dass es DIR genauso geht und Du eher Geschichten von Menschen hören und lesen magst, die interessant und eben so gar nicht stringent und langweilig sind.

Ich habe fantastische Menschen aus meinem Netzwerk gebeten, ihre Geschichte mit uns zu teilen. Menschen, deren Geschichten auch DIR Mut machen sollen, Deinen Weg zu gehen und auch bei vermeintlichen Rückschlägen wieder aufzustehen und weiter zu machen. Ganz so, wie im Beitragsbild – ohne Sturm und Regen, kein saftiges Grün!

Heute teilt Barbara Steldinger ihre Geschichte mit uns:

Ich habe mich sehr gefreut, dass Angelique mich gefragt hat, ob ich ihr meine Geschichte erzählen möchte. Leben ist Veränderung und oft ist erst im Nachhinein klar, was daran ein Geschenk war. Ich habe mehrere Wechsel und Brüche meines Berufslebens erleben dürfen und doch gibt es einen roten Faden, der sich durchzieht. Dazu später.

Begonnen hat alles mit meinem Studium der Pädagogik und Slawistik. Mein Abschluss war Diplompädagogin Erwachsenenbildung. In diesem Beruf habe ich als Lehrerin im Hochschuldienst zwölf Jahre, in einem damals sehr innovativen Bereich, der Fremdsprachenintensivausbildung mit Suggestopädie, gearbeitet.

Nach zwölf Jahren kam die 1990 Wende. Ich bin in der ehemaligen DDR aufgewachsen und mit der Wende 1990 änderte sich für uns Ostdeutschen alles. Zur Freude kam viel Angst wie es weitergehen würde. Ich war damals verheiratet und hatte drei kleine Kinder. Da war kein Spielraum für Experimente.

Bei mir kam die Krise sofort, denn das Institut wurde noch 1990 geschlossen und 80 hochqualifizierte Fremdsprachenlehrer standen auf der Straße. Das fühlte sich erst mal nach Katastrophe an. Es folgten Bewerbungen, die nichts brachten und eine Menge unterschiedlicher Erfahrungen mit der, für uns neuen, Welt. 1992 bekam ich vom Arbeitsamt eine Fortbildung zur IT-Trainerin angeboten. Es war eine Fortbildung für Pädagoginnen und sie hatte sehr familienfreundliche Zeiten. Außerdem war es ein Bildungsträger, der ein Frauenprojekt war. Das hat mich angesprochen. Die Fortbildung sollte mit Praktikum zwanzig Monate dauern.

Das habe ich angenommen und nach Abschluss 1993 war ich, wieder zwölf Jahre lang, freiberufliche IT-Trainerin. Keine Ahnung von Selbständigkeit aber voller Begeisterung. Darin ging ich auch auf, weil es die spannendste Zeit auf dem Gebiet der Computerentwicklung und der Beginn des Internets überhaupt war.

Ich schulte in Bildungsträgern und Firmen hauptsächlich Frauen und war glücklich, wenn sie die Angst vor dem Medium verloren und selbstbewusster mit der Technik umgehen konnten. Der Frauenbildungsträger, bei dem ich die Fortbildung gemacht hatte, bot mir eine Festanstellung als Projektleiterin für ein EU-Projekt an. Ich nahm das gerne an ohne zu wissen, dass es anstrengend werden würde. Ich war nicht mehr daran gewöhnt, alles im Team absprechen zu müssen. Dauernd Teamsitzungen zu haben, die mich fürchterlich langweilten und im Grunde völlig überflüssig waren. Bei Entscheidungen immer erst jemanden fragen zu müssen. Als Selbständige war ich gewohnt, alles selbst zu entscheiden. Nach 4 Jahren kam dann das aus. Das Projekt lief aus und sie wollten meine Stelle einsparen. Aber eigentlich war die Zeit für mich längst überreif. Nicht nur das ganze Drumherum nervte mich.

Mit der Zeit wurde es nämlich auch fachlich immer anstrengender. Die PC Technik entwickelte sich immer schneller. In immer kürzeren Abständen musste ich neue Software dazu lernen. Auch die Fragen der Teilnehmerinnen meiner Kurse kannte ich alle schon auswendig und auch ihre Schwierigkeiten, die immer dieselben waren. Es begann mich zu langweilen aber ich sah lange keine Alternative. Parallel dazu hatte ich eine NLP Jahresausbildung angefangen, die mir eine ganz neue Welt aufzeigte. Diese NLP Ausbildung war eine besondere und ich bin meinem Lehrer heute immer noch dankbar für die Breite und Tiefe dieser Zeit. Es war spirituelles NLP, fernab von jeglicher Manipulation. Folgerichtig bekam ich immer mehr Kontakt zu spirituellen Menschen und ihrer Denkweise. Ich las Tonnen von Büchern, besuchte Seminare und Ausbildungen.

Und dann lies ich die IT Trainings endgültig los. Aber, was sollte ich jetzt mit dem reichen Schatz an Wissen aus den verschiedensten Gebieten anfangen? Wie umsetzen?

Klar war, dass es wieder eine Selbständigkeit sein musste.

Zuerst hatte ich die Idee, andere Trainerinnen zu schulen und gründete das „Beratungsbüro für Trainerinnen und Co“. Es lief gar nicht und ich brauchte sogar finanzielle Unterstützung vom Arbeitsamt. Das war mir extrem unangenehm und ich erfand mich wiedermal neu. Ich gründete 2006 die „Energetische Unternehmensberatung und Herzcoaching für Frauen“ mit dem Gedanken und meiner eigenen Erfahrung, dass die herkömmlichen Unternehmensberatungen nicht unterstützend für Solounternehmerinnen sind und dass wahre Veränderung in der Person, also der selbständigen Frau (oder des Herrn), beginnen muss.

Ich erkannte meine Aufgabe darin, die Fußangeln in Form von unbewussten Glaubenssätzen, Mustern und Blockaden aufzuspüren und gleich zu transformieren. Durch meine verschiedenen Ausbildungen habe ich sehr kraftvolle Tools dafür erlernt und entwickelt, besitze eine geschulte Intuition sowie Herzkraft, die heilend wirkt. Meine Zielgruppe sind immer noch in erster Linie die Frauen.

Der rote Faden durch alle Schritte und Brüche ist die Zielgruppe und die Tatsache, dass ich schon immer anderen Menschen komplizierte Sachverhalte so erkläre, dass sie leicht verstanden werden können und das auch noch mit Spaß und sehr anschaulich. Das war bei der Fremdsprachenausbildung so, mit den Computern auch und jetzt, wo es um Selbstliebe, Transformation, Herzkraft und Mut machen im Business geht, ist es wieder so.

Ich habe das als meine Lebensaufgabe erkannt und nutze dafür inzwischen auch die Hilfsmittel des Internets wie Webinare, von denen ich viele immer live und kostenlos halte. Mir ist es wichtig, möglichst vielen Menschen den Zugang zu ihrem Herzen, auch und vor allem in der Selbständigkeit, zu finden.

Diese Welt braucht keine Kopfmenschen mehr. Sie braucht endlich viel mehr Herzmenschen, die das große Ganze sehen und auf Kooperation statt auf Konkurrenz setzen. Dafür brenne ich. Die Brüche in meiner beruflichen Biografie sehe ich inzwischen als Geschenk. Sie haben mich vieles gelehrt und mich stark gemacht. Ich habe gelernt, dass Selbständigkeit in Wellen verläuft und weiß, wie man aus Tälern wieder rauskommt. Das gebe ich gerne und mit Herz weiter.

Danke an Barbara Steldinger, für diese wunderbare und Mut machende Geschichte.

Möchtest Du mehr über Barbara erfahren. Dann folge diesem Link hier zu ihrer Homepage www.barbara-steldinger.de

Wenn auch Du Deine berufliche Geschichte nach Herausforderungen und Brüchen „NEU“ schreiben möchtest, wenn Du Dir wieder Stabilität für Dein BerufsLEBEN wünschst und dabei meine Unterstützung haben möchtest, nimm Kontakt zu mir auf und wir besprechen, wie Deine nächsten Schritte aussehen können.

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A. Thranberend

Angélique Thranberend ist Dipl. Wirtschaftsjuristin (FH) mit 15 jähriger Erfahrung als Personalmanagerin in diversen Branchen, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Entspannungs- und Hypnosetherapeutin sowie zertifizierter Coach. Sie setzt sich mit voller Kraft für die Verbesserung der Arbeitswelt ihrer Klienten ein. Dazu arbeitet sie mit Unternehmen an der Schaffung von gesunden Rahmenbedingungen, die zum Erhalt der Leistungsfähigkeit und Motivation von Mitarbeitenden beitragen. Und sie zeigt Frauen in ihren Privaten Mentoring Programmen, wie sie sich ein BerufsLEBEN erschaffen, das wirklich zu ihnen paßt, sie ECHT sein und sie entlang ihrer Stärken und Werte leben und arbeiten läßt.

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